Know How über Steinwolle

Bei der Dämmung von Gebäuden entscheidet über das Endergebnis oftmals schon das hierfür verwendete Material. Demnach ist bei der Auswahl des Dämmstoffes schon Vorsicht geboten, da minderwertige Produkte zu nachteiligen Dämmeffekten führen können. Eine effiziente und deswegen gern genutzte Substanz ist in diesen Fällen Mineralwolle. Sie unterscheidet sich in diverse Unterarten, wie zum Beispiel der Glaswolle, der Schlackenwolle oder aber auch der immer populärer werdenden Steinwolle.

Eigenschaften der Steinwolle

Steinwolle besteht zu 96 - 98% aus Vulkangestein, Basalt oder Gabbro, Anorthosit und Dolomit. Die restlichen 2 - 4% der Mineralwollart sind organische Bindemittel. Diese Bindemittel sind typischerweise Phenol-Formaldehydharze, die bei höheren Temperaturen aushärten müssen. Bei der Herstellung der Substanz werden Steine in einem Kupolofen bei einer Temperatur von 1.500 °C geschmolzen. Für den Schmelzvorgang wird Koks verwendet. 

Die Steinwolle ist für die Dämmung von Gebäuden, Fassaden und Dächern besonders gut geeignet, aufgrund der folgenden Eigenschaften:

  • Energieeffizient: Nicht nur die Herstellung von Steinwolle ist im Vergleich zu anderen Dämmstoffen sehr energieeffizient. Auch im verbauten Zustand in Dach oder Fassade schont das Material dank der effizienten Dämmung nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Heizkosten. 
  • Lärmreduzierend: Neben der Wärmedämmung und der damit einhergehenden Energieeffizienz ist der Faktor Lärmschutz oftmals ein wesentliches Anliegen. Auch hier wirken sich die Eigenschaften des Dämmstoffs positiv aus. Ähnlich wie bei der Glaswolle wird damit zum angemessenen Schallschutz in hohem Maße beigetragen.  
  • Nachhaltig: Dank der Energieeffizienz und der ressourcenschonenden Produktion ist die Substanz ein äußerst nachhaltiger Rohstoff. Das natürliche Vorkommen des Dämmstoffs sowie der lange Lebenszyklus der Ressource unterscheidet das Produkt von künstlich hergestellten Fabrikaten, die wesentlich unökologischer sind. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit weist das Material also einen wesentlichen Vorteil im Vergleich mit anderen Dämmstoffen.
  • Nichtbrennbar: Steinwolle ist nichtbrennbar und hat eine Temperaturbeständigkeit von bis zu 1000 °C. Die Temperaturbeständigkeit ist somit um 300 °C höher als bei der oftmals verwendeten Glaswolle, die auch eine Unterart der Mineralwolle darstellt. Gerade bei der Einhaltung von Vorschriften bezüglich des Brandschutzes kann diese Eigenschaft wichtig werden und mögliche Gefahrenpotentiale im Keim ersticken.

Viele der positiven Eigenschaften der Steinwolle, wie zum Beispiel die gute Wärmedämmung oder der gegebene Brandschutz, finden Ihren Ursprung in der Herstellung des Dämmstoffs. Um nähere Erkenntnisse über eine der populärsten Arten der Mineralwolle zu erlangen, sollte man sich über den Produktionsprozess des Dämmstoffs im Klaren sein.

Steinwolle-Produktion

Die Herstellung von Steinwolle umfasst mehrere Produktionsprozesse: 

  1. Die Steine werden bei hoher Temperatur erhitzt.
  2. Die zähflüssige Schmelzmasse wird in feine Fasern verwirbelt.
  3. Es wird etwas Bindemittel zu den Fasern zugegeben (Öl und Silan).
  4. Die Rohwolle wird auf das erforderliche Raumgewicht verdichtet und wieder erhitzt, damit das harzhaltige Bindemittel aushärtet. 
Paroc Material Steine 

Steinwolle- Produktion

Die Steinwolle wird auf die erforderliche Größe und Form zugeschnitten (z. B. in Rollen, Platten) oder für die Verarbeitung zu weiteren Produkten vorbereitet. Schnittabfälle und andere Mineralwoll-Abfälle werden im Produktionsprozess wiederverwertet. 
Aufgrund ihrer hohen Elastizität kann Mineralwolle komprimiert werden, um das Verpackungsvolumen zu minimieren. Dies reduziert die Logistikkosten und vereinfacht das Handling. 

Abfälle, wie z. B. Schnittabfälle, werden im Produktionsprozess wiederverwertet, damit wird der Rohstoffbedarf und Energieverbrauch reduziert. 

Um die Umweltbelastung zu minimieren, werden die in den Produktionsprozessen entstehenden Gase mit Hilfe von Filteranlagen gereinigt.  
Sehen Sie sich das Video „The Story of Mineral Wool“ von der Eurima (European Insulation Manufacturers Association) an und erfahren Sie mehr über die Produktion von Mineralwoll-Dämmstoffen:

 

Einsatzmöglichkeiten:

Dank den herausgestellten Eigenschaften des Baustoffs ist eine Verwendung vielfältig möglich. Potentielle Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise:

  • Dachdämmung
  • Fassadendämmung
  • Innendämmung
  • Schalldämmung
  • Kerndämmung
  • Dämmung von Wänden
  • Dämmung von Türen

Durch das Angebot von PAROC als Hersteller werden jedoch auch weitere Einsatzfelder möglich. Neben der klassischen Sanierung des Hauses erlaubt die Vielfältigkeit von Steinwolle-Dämmstoff ebenfalls im Schiffbau und Offshore-Bereich zu dämmen.