Schall

Die Ursache dessen, was als Geräusch wahrgenommen wird ist eine durch Wellen erzeugte Schwingung – der Luftschall oder Schall genannt. Durch starke Schallwellen entsteht das, was wir als Lärm wahrnehmen. Daher steigt vor allem in immer dichter besiedelten Regionen mit naher Anbindung an die Transportwege die Nachfrage nach Schallschutz und optimalen akustischen Lösungen für Gebäude rasant an. Mit  Schalldämmung und Schallabsorption gelingt eine optimierte Raumakustik. Mit dem Einsatz von Mineralwolle wie Steinwolle lassen sich beispielsweise hervorragende Ergebnisse in der Absorption von Schall erreichen.

Schallschutz – eine Basisanforderung an Bauwerke

Die meisten Länder verfügen über Lärmschutzvorschriften. Auch in der EU-Bauprodukteverordnung ist der Schutz vor Lärm und somit der Schallschutz eine Basisanforderung an Bauwerke. Darin sind folgende Faktoren sind berücksichtigt:

  • Lärm, verursacht durch Industrieanlagen
  • Verkehrslärm
  • Lärmpegel in Werkstätten und Gebäuden
  • Lärmminderung zwischen Räumen eines Gebäudes

In hochwertig konstruierten Gebäuden steigen die Ansprüche an die Schalldämmung und optimierte Geräuschkulisse. Mit dem Anspruch, die Schalldämmung und Raumakustik zu verbessern, wurden schon zahlreiche Bauvorschriften überarbeitet. Zur Umsetzung der jeweils vorgesehenen Nutzung, ist eine spezielle akustische Planung erforderlich. Es gibt zwei grundlegende schallrelevante Faktoren, die bei der Planung eines Gebäudes zu berücksichtigen sind:

  • Planung geräuscharmer Anlagen (Aufzüge, Pumpen, Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen usw.)
  • Minimierung von schalltechnischen Einflüssen über die Raumakustik und die Schalldämpfung

Schalldämmung und -absorption
– der Unterschied

Die möglichen Maßnahmen zum Schallschutz Schallabsorption und -dämmung sind inhaltlich zu unterscheiden: 

 Schalldämmung  Schallabsorption

Die Verhinderung der Ausbreitung bzw. des Durchgangs des Klangs in einem Gebäude. Durch den Einsatz von Dämmstoff in Trennwänden oder für die Dachdämmung kann neben der Optimierung des wahrgenommenen Geräuschpegels auch die Wäredämmung des Gebäudes verbessert werden.

Schallabsorbierende Materialien, wie Mineralwolle (beispielsweise PAROC Steinwolle) haben eine geringere Masse als andere Dämmstoffe und sind dadurch luftdurchlässig. Sie dämmen den Geräuschpegel nicht ein, helfen aber dabei, den Schallpegel in einem lauten Raum durch Absorption zu dämpfen oder die Schalldämmung von Wänden und Decken in einem Bauwerk zu erhöhen.

Schall

Unterschiedliche Schallschutzmaßnahmen

Durch Dämmung (links) wird die Schallübertragung in abgegrenzten Räumen vermindert, bei Schallabsorption (rechts) wird der Schall durch eindringen in offenporiges Material geschluckt und der Klang im Raum optimiert.

Schall absorbieren mit offenporiger PAROC Steinwolle

Die Möglichkeit der Klangabsorption im Raum kann durch den Einsatz von Steinwolle gewährleistet werden. PAROC Steinwolle setzt sich durch ihre Beschaffenheit von anderen Dämmstoffen ab. Die schallabsorbierenden Eigenschaften eines Materials werden über den Schallabsorptionskoeffizienten α (Alpha) in Abhängigkeit von der Frequenz ausgedrückt. Der Alpha-Wert (α) geht von 0 bis 1,00 (von der totalen Reflexion bis zur totalen Absorption).

PAROC Steinwolle ist diffusionsoffen. Sie besteht aus kohärenten Fasern und Luftzwischenräumen. Die Fähigkeit der Steinwolle, Schall zu absorbieren, steigt mit der Frequenz und steht in Relation zur Dämmdicke. Dies trifft besonders dann zu, wenn das absorbierende Material zum Beispiel fest an einer Wand montiert wird. Aber auch zum Einsatz bei der Trittschalldämmung sind Dämmstoffe wie PAROC Steinwolle bestens geeignet. Bei tief frequentem Schall wird die Schallabsorption durch einen Luftspalt zwischen dem Absorber und der reflektierenden Fläche oder Wand verbessert.

Schallabsorptionskurven

Schallabsorptionskurven für PAROC Steinwolle mit einer Dicke von 30 mm (grün), 50 mm (rot) und 100 mm (blau).

  • Um eine Schallübertragung zu verringern, müssen Schallwellen durch folgende Maßnahmen unterbrochen werden:
  • Hohlräume in Wänden so auffüllen, dass sie die Resonanz nicht unterstützen
  • Einen schwimmenden Estrich verlegen, um den Trittschall zu dämmen
  • Maschinen dämmen, um die Vibrationen zu verringern

Aufgrund der besonderen Eigenschaften von Steinwolle ist sie für diese Anwendungsbereiche erheblich geeignet. Beispielsweise ist in Trennwänden eine offenporige und luftdurchlässige Mineralwolle das beste Material zur Dämmung des Raumklangs. Verglichen mit einer hohlen Wandkonstruktion bietet eine beidseitig beplankte Trennwand eine Verbesserung von 5 - 10 dB.

Und nicht nur die Effizienz des Materials überzeugt – durch den Einsatz von Steinwolle wird Nachhaltigkeit beim Bauvorhaben gefördert.