Energieeffiziente Gebäudegestaltung

Passivhäuser bieten Planern viele neue Möglichkeiten, da die Gestaltung und die Baustoffe frei gewählt werden können. Auch wenn die Südausrichtung von Gebäuden für die Energiegewinnung von Vorteil ist, hat die Erfahrung gezeigt, dass das Konzept auch an Standorten mit Nordausrichtung funktioniert. Die Form des Gebäudes wirkt sich auf die benötigte Heizenergie aus. Einfache rechteckige und quadratische Gebäudeformen sind am effizientesten.  

Den Kühlbedarf bei der architektonischen Gestaltung beachten

Um wie viel der Heizbedarf durch den Einsatz einer passiven Solaranlage verringert werden kann, ist von der Ausrichtung des Hauses und dessen Fenstern abhängig. Der Kühlbedarf im Frühjahr kann problematisch werden. Große Fenster in Südrichtung können die Wohnqualität steigern, erfordern jedoch eine angemessene Lösung, um die Innenraumtemperatur zu kontrollieren und eine Überhitzung zu verhindern. Balkone, breite Brüstungen, Vordächer und eine Beschattung außerhalb des Hauses sind effiziente Möglichkeiten gegen die Sonneneinstrahlung im Sommer.

Gebäudehülle: Thermische Effizienz konzipieren

Bei der Planung eines Niedrigstenergie- oder Passivhauses ist zu beachten, dass sich alle Aspekte des Gebäudes gegenseitig beeinflussen:
  • Gebäudehülle (Wärme-, Luft- und Feuchtigkeitsbewegung)
  • mechanische Anlagen (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen)
  • Bewohner
    Konstruierte Wärmehülle
    • Für eine erfolgreiche Planung müssen alle drei folgende Faktoren im Zusammenhang betrachtet werden. Beispielsweise bedeutet ein höherer Dämmgrad, dass das Haus eine kleinere Heizungsanlage benötigt, ein luftdichteres Haus eine mechanische Lüftungsanlage erfordert.

      Bei der Planung der thermischen Effizienz der Gebäudehülle sind drei Hauptfaktoren zu berücksichtigen:

      1. Wärmedurchgang, einschl. Fenster und Türen
      2. Luftdichtheit gegen Infiltration
      3. Windschutz gegen das Eindringen von kalter Luft