Klimawandel

Der Klimawandel ist eines der größten globalen Probleme des 21. Jahrhunderts. Der weltweite Anstieg der Treibhausgase, wie z B. CO2, führt zu einem Temperaturanstieg, der sich auf die gesamte Umwelt auswirkt.

Klimawandel

 
Millionen in Gefahr: Definition kritischer Bedrohungen und Ziele durch den Klimawandel [Parry, M., Arnell, N., Mcmichael, T., Nichills, R., Martens, P., Kovats, S., Livermore, M., Rosenzweig, C., Iglesias, A And Fischer, G., 2001]

Um unter einer globalen Temperaturerhöhung von 2 °C zu bleiben:

  • dürfen die weltweiten Treibhausgas-Emissionen in den nächsten 10 - 15 Jahren nicht mehr steigen und müssen gesenkt werden.
  • müssen die weltweiten Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2050 ca. 50 - 55% unter dem Niveau von 1990 liegen.

Bereits eine Verzögerung von nur 5 Jahren hätte erhebliche negative Auswirkungen. Bei einer Verzögerung der globalen Maßnahmen um 10 Jahre würden sich die für 2025 erforderlichen Reduktionsziele nahezu verdoppeln.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf ein 20/20/20 Ziel geeinigt, das für das Jahr 2020 eine Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um 20%, eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20% und einen Anstieg der erneuerbaren Energien um 20% vorsieht.

Es wurden bereits viele verschiedene Initiativen auf EU- und nationaler Ebene ins Leben gerufen, um dieses Problem anzugehen. Diese umfassen Strategien, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen und den aktuellen Energieverbrauch zu verringern.

Gebäude haben ein außergewöhnlich hohes Potenzial zur Verringerung des CO2-Ausstoßes.

  • Gebäude verbrauchen 40% der gesamten Energie.
  • Für das Aufheizen von Räumen werden 75% der in Gebäuden verbrauchten Energie aufgewendet.

Durch eine verbesserte Energieeffizienz in Gebäuden kann der jährliche Kohlendioxidausstoß um 460 Mio. Tonnen verringert werden. Dies entspricht:

  • 6 Mio. Autos für insgesamt 14 Jahre von der Straße zu nehmen.
  • Einen Wald dreimal so groß wie Frankreich anzupflanzen.

Beim Vergleich alternativer Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels kommt das Centre for European Policy Studies (CEPS) zu dem Ergebnis, dass energieeffiziente Dämmungen in Neubauten die beste Möglichkeit darstellen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, wobei gleichzeitig dadurch auch die Wettbewerbsfähigkeit in Europa gestärkt wird und neue Arbeitsplätze entstehen.

Das CEPS weist außerdem darauf hin, dass eine verbesserte Energieeffizienz in Gebäuden bereits mit dem aktuellen Wissen möglich ist. Für die Umsetzung der Energieeffizienz sind keine weiteren neuen Ressourcen nötig. Dies ist kosteneffizient und birgt keine erheblichen unbekannten Risiken.

Die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fordert alle EU-Mitgliedsstaaten auf, die neuen Verfahren für die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden umzusetzen.

Grundsätze des Kyoto-Protokolls:

 

Prinzip Kyoto- Pyramide

 

Die Passivbauweise von Gebäuden verringert den Energiebedarf auf ein Minimum. Dabei gilt eine bestimmte Reihenfolge der Prioritäten.

1. Verringerung der Wärmeverluste
  • Zusätzliche Dämmung
  • Erhöhte Luftdichtheit
  • Effektive Lüftung mit Wärmerückgewinnung

     

    2. Kosteneffiziente Stromnutzung 
  • Energieeffiziente Elektrogeräte und Lampen
  • Vermeidung unnötiger Nutzung

     

    3. Einsatz von Solarstrom
  • Ausrichtung von Gebäuden
  • Nutzung von Kollektoren 

     

    4. Überwachung des eigenen Verbrauchs
  • Angemessene Nutzung und Kontrolle

     

    5. Auswahl der Energiequelle
  • Wärmepumpe
  • Biokraftstoff
  • Fernwärme
  • Elektrizität oder Gas
  •  

    Für das Kyoto-Protokoll klicken Sie auf den nachfolgenden Link >>

    http://europa.eu/legislation_summaries/environment/tackling_climate_change/l28060_en.htm