Green Building - Standards und Kennzeichnungen

Wir unterstützen mit aller Kraft die Bemühungen, die Nachhaltigkeit der gestalteten Umwelt zu verbessern. Ein vom Lebenszyklus ausgehender Ansatz gewährleistet langfristige und ganzheitliche Auswertungen und berücksichtigt die Energieeffizienz eines Gebäudes während seiner gesamten Nutzungsdauer, d.h. die Energie, die eingespart wird. Wir unterstützen die Auswertung der Nachhaltigkeit basierend auf den CEN- und ISO-Normen.

Der technische Ausschuss 350 des CEN bereitet die Norm „Nachhaltigkeit von Bauwerken“ vor. ISO-Normen zur Bewertung von Lebenszyklen und umweltbezogene Produkterklärungen sind ebenfalls verfügbar. 

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http://www.cen.eu 
http://www.iso.org

Freiwillige Bewertungssysteme

Mithilfe der Bewertungssysteme für Gebäude können Investoren, Behörden und Verbraucher Immobilien anhand einer einheitlichen Methodik vergleichen. Bewertungssysteme fördern die Transparenz, indem die Leistungsfähigkeit in der geplanten Umgebung für die gesamte Nutzungsdauer offengelegt wird. Mit Bewertungssystemen werden Gebäude über Indikatoren in verschiedene Kategorien eingestuft. Für diese Indikatoren wurden sowohl in nationalen als auch internationalen Vorschriften entsprechende Grenzwerte festgelegt. Über Koeffizienten werden die Indikatoren miteinander kombiniert, um die Gesamtbewertung für das Projekt zu ermitteln.

In verschiedenen Ländern wurden Green Building Councils gegründet, um eine Zertifizierung für das Green Building einzuführen. Die nationalen Green Building Councils haben wiederum das World Green Buildings Council gegründet, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. 

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http://www.worldgbc.org 

PromisE

PromisE ist ein finnisches Umweltprüf- und Klassifizierungssystem für Neubauten und bestehende Gebäude. Das System baut auf vier Hauptkategorien auf: Gesundheit der Verbraucher, Verbrauch natürlicher Ressourcen, Umweltbelastungen und Umweltrisiken. In der nachfolgenden Tabelle werden die Kategorien und die Indikatoren für neue Gebäude erläutert.

Gewichteter Wert des Indikators Bürogebäude Wohnhäuser
Gesundheit der Verbraucher

25

25

Verbrauch natürlicher Ressourcen 30 30 
Umweltbelastungen 35 35
Umweltrisiken 10 10

 

BREEAM

Beim BREEAM-Zertifikat (Building Research Establishment’s Environmental Assessment Method) werden anerkannte Kennzahlen verwendet, die mit festgelegten Richtgrößen verglichen werden, um so die Spezifikation, Planung, Ausführung und Nutzung eines Gebäudes zu bewerten. Die verwendeten Kennzahlen repräsentieren eine große Bandbreite an Kategorien, von energetischen bis zu ökologischen Aspekten. Sie umfassen Aspekte bezüglich Energie- und Wasserverbrauch, Innenraumklima (Gesundheit und Wohlbefinden), Schadstoffbelastung, Transport, Materialien, Abfall, Ökologie und Managementprozesse.

BREEAM befasst sich mit einem großen Spektrum an Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen und unterstützt damit Planer, Architekten, Bauherren und Betreiber, die Umweltverträglichkeit ihrer Gebäude gegenüber Kunden und anderen ursprünglichen Beteiligten zu demonstrieren. BREEAM arbeitet mit einem einfachen Punktesystem, das auf Wissenschaft und Forschung aufbaut. Dies hat einen positiven Einfluss auf Planung, Ausführung und Verwaltung von Gebäuden und definiert und pflegt einen technischen Standard mit Qualitätssicherung und Zertifizierung.

BREEAM wird in verschiedenartigen Formaten genutzt, angefangen von länderspezifischen Programmen, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, bis hin zu internationalen Programmen für die Zertifizierung von einzelnen Projekten weltweit.

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http://www.breeam.org 

    LEED

    LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein Bewertungssystem, das vom United States Green Building Council entwickelt wurde, um die Umweltverträglichkeit eines Gebäudes zu bewerten und im Bauwesen eine Entwicklung in Richtung nachhaltige Planung zu erreichen. Es handelt sich dabei um ein Punktesystem, bei dem für ein Projekt Punkte für umweltfreundliche Maßnahmen während der Bauphase und während der Gebäudenutzung vergeben werden.

    Um das Zertifikat zu erhalten, benötigt ein Gebäude 40 Punkte. Für das Zertifikat in Silber werden 50 – 59 Punkte, für Gold 60 – 79 Punkte und für Platin 80 – 100 Punkte benötigt. Die Zertifikatsstufen entsprechen der Anzahl der Leistungspunkte, die in fünf Kategorien für ökologisches Bauen unterteilt sind: nachhaltiger Grund und Boden, Wassereffizienz, Energie und Schadstoffemission, Materialien und Ressourcen sowie Innenraumqualität. LEED kann z. B. auch Punkte für innovatives Design und Materialeigenschaften vergeben.

    Das LEED-Zertifikat wird von externen Fachexperten vergeben, die sich über eine entsprechende Prüfung autorisieren. Das Zertifikat liefert Kunden und der breiten Öffentlichkeit den Nachweis, dass die Umweltziele erreicht wurden und das fertige Gebäude so umweltverträglich ist, wie es ursprünglich geplant war. Mit dem Zertifikat können immer mehr staatliche Förderungsmöglichkeiten genutzt werden, und es kann das Interesse der Öffentlichkeit an einem Projekt steigern. 

    Weitere Informationen >>

     http://www.gbci.org