Emissionsklassifikation von Baustoffen

Um die Qualität der Raumluft zu verbessern, müssen Produkte, die für die Nutzung in Gebäuden und Innenräumen konzipiert sind, strenge Grenzwerte für die Emission von Chemikalien einhalten, was zu einem gesünderen Raumklima beiträgt. Ziel der freiwilligen Emissionsklassifikation ist es, die Entwicklung und Verwendung von Baumaterialien mit niedriger Emission zu fördern.

Alle Materialien weisen eine Form von Emission auf, das gilt sogar für natürliche Materialien. Baumaterialien und Innenausstattungen geben verschiedene Chemikalien an die Raumluft ab. Die Emissionsklassifikation von Baumaterialien gibt die Emissionsanforderungen für die verwendeten Materialien unter Berücksichtigung einer guten Qualität der Raumluft an. Die Klasse M1 steht für niedrige Emissionen.

Die Klasse M1 wird nur in Finnland verwendet. Die „Building Information Foundation RTS“ führt und veröffentlicht auf ihrer Website ein Verzeichnis der aktuell klassifizierten Produkte und die Inhaber der Nutzungsrechte.

Freiwilliges Kennzeichnungssystem

„Die Emissionsklassifikation von Baumaterialien ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem für alle Unternehmen, die Bauprodukte herstellen, importieren oder exportieren. Mit dieser Klassifikation werden keine gesetzlichen Bauvorschriften oder deren Interpretationen außer Kraft gesetzt. Jedoch werden Produkte der Klasse M1 von vielen Konstrukteuren, Architekten und Planungsingenieuren bei der Auswahl der Materialien für ihre Projekte bevorzugt. Die ,Finnish Association of Building Owners and Construction Clients‘ (RAKLI), die ,Finnish Association of Architects‘ (SAFA) und die ,Finnish Association of Consulting Firms‘ (SKOL) empfehlen ihren Mitgliedern das Klassifizierungssystem, um eine qualitativ hochwertige Bauausführung zu fördern.“

Weitere Informationen >>

http://www.rts.fi/english.htm